L wie Lenkung
Zahnstangenlenkung mit Servounterstützung (serienmäßig)
Lenkradumdrehungen: 2,45
Zahnstangenweg: 125 mm
Mindestwendekreisdurchmesser: 10,5 m
Lenksäule mit 2 Kreuzgelenken
Die barchetta wird (auch in Großbritannien) nur als Linkslenker angeboten; von Maggiora gibt es allerdings einen Prototypen als Rechtslenker und einige Firmen in Großbritannien haben Rechtsleker-Umbauten angeboten.
Hinweis von Robert Paprstein: Sollte eines Tages aus dem Motorbereich beim Lenken ein lautes Murren tönen, oder rotes Servoöl im Radkasten und am Boden sein, dann ist die Servolenkung undicht. Meist geschieht dies hinter den Gummimanschetten an den Wellendichtringen (Simmeringen) des Lenkgetriebes. Dieses Getriebe ist unter dem Motor in der Nähe des Fußraumes quer eingebaut, Leitungen führen an die Oberseite wo sich der Ausgleichsbehälter und die Servopumpe befindet. Dort befindet sich dann das Servoöl unter dem Minimum. Man sollte auf keinen Fall mehr weiterfahren, da es das Öl unter Druck aus der Manschette drückt und in den Radkasten, auf den Reifen und eventuell die Bremsanlage spritzt.
Das Lenkgetriebe wird nicht von FIAT hergestellt sondern von TRW Italia, darum wird dieser Teil von FIAT selbst nicht repariert sondern nur im ganzen getauscht, auch wenn nur ein Wellendichtring undicht ist. Seit kurzem gibt es bei FIAT ein Tauschlenkgetriebe welche ca. 470 Euro kostet. Dazu werden 2,75 Stunden Reparaturzeit, Servoöl und Spur einstellen verrechnet. Der Aus- und Einbau dauert viel länger und es wird Spezialwerkzeug benötigt. Einen Reparatursatz für den Wellendichtring wie bei früheren Automodellen gibt es nicht mehr, da FIAT den Tauschteil direkt am TRW weitersendet, welcher wieder generalüberholt wird. Ein Tausch des Wellendichtringes ist auch nicht möglich, da dieser sehr tief im Getriebe sitzt und eine verschraubte Buchse ist. Vor allem ist vor eigenen Reparaturen und Manipulationen an der Lenkung dringend abzuraten!
Erstzteile mit Nummern:
Spurstangenkopf außen:
Fiat 994 69 49
Febi Bilstein 11279
NK 5032344
Quinton Hazell QR2860S
Lemförder 21195 01
TRW JTE 170
Mapco 19065
Delphi TA 1506
Metzger F-107
Triscan 8500 15101
Spurstange (Axialgelenk):
Fiat 994 55 62 (nicht mehr lieferbar)
Febi Bilstein 12041
NK 5032346
Quinton Hazell QR2862S
Lemförder 28037 02
TRW JAR 109
Mapco 19079
Metzger F-309
Triscan 8500 15202
Lenkmanschette (Faltenbalgsatz)
Fiat 994 55 64
Febi Bilstein 14085
NK 5092311
Quinton Hazell QG1155
Spidan 83721
Mapco 17056
Lenkgetriebe
Fiat komplett (neu): 464 28 198
Fiat Austausch (überholt): 717 22 440
Quinton Hazell (AT) QSRP 695
TRW (AT) JRP 770 (absolut identisch mit dem Fiat-Original, da TRW der Hersteller für Fiat ist!)
Allgemeines / alle Versionen
Die Lambda-Sonde mißt den Sauerstoffgehalt der Abgase und teilt der Elektronik den Mischungsgehalt mit. Ziel der Steuerung ist es, für die angesaugte Luftmenge die optimale Kraftstoffmenge einzupritzen, die bei der angesaugten Luftmenge komplett verbrannt werden kann.
Lambda errechnet man, indem man die angesaugte Luftmenge durch die Menge Luft teilt, die theoretisch notwendig ist, um den eingespritzten Kraftstoff vollständig zu verbrennen, im Idealfall also exakt 1,00. Ist das Gemisch zu mager, wurde für die Luftmenge zu wenig Kraftstoff eingespritzt und Leistung verschenkt. Bei einem zu fetten Gemisch steht für die Verbrennung zu wenig Luft zur Verfügung, d.h. der eingespritzte Kraftstoff wird nicht vollständig verbrannt. Das wäre unter Umständen wiederum tödlich für den Katalysator und/oder die Lamdasonde, falls sich der unverbrannte Kraftstoff im Katalysator durch die hohe Temperatur entzündet.
Die (Haupt-)Sonde sitzt im Abgastrakt zwischen Krümmer und Katalysator.
Die Sonde liefert erst ab einer Temperatur von 300°C brauchbare Meßergebnisse, um diese Temperatur möglichst schnell zu erreichen, verfügt sie über ein Heizelement. Dieses wird auch von der Steuerung überwacht.
Das Signal der Sonde wird von der Elektronik mit einer Frequenz von mehreren Dutzend Hertz abgefragt.
Auch geringe Mengen unverbrannter Sprit in den Abgasen können die Lambda-Sonde beschädigen, wenn man also Probleme mit der Zündung (Spulen, Kerzen) hat, auf keinen Fall weiterfahren!
Ein Luftmengenmesser mißt die angesaugte Luft über den Winkel einer sich durch den Luftstrom öffnenden Klappe. Ein Luftmengenmesser weiß aber nicht, wie "dick" oder "dünn" (Luftmoleküle pro Volumen, wichtig z.B. bei Fahrten im Gebirge!) die gemessene Luftmenge ist, sodaß ein Luftmassenmesser hier sehr viel genauer arbeitet. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Teile allerdings fast immer als "Luftmengenmesser" bezeichnet.
Die barchetta hat einen Luftmassenmesser, alle Erklärungen siehe dort.
Alle Versionen
Der Luftmassenmesser teilt der Motorsteuerung die gerade angesaugte Luftmenge mit.
Dabei wird ein Draht erhitzt, der von den auftreffenden Luftmolekülen gekühlt wird.
Technisch gesehen ist ein Luftmassenmesser etwas anderes, als ein Luftmengenmesser. Trotzdem werden oft beide Begriffe verwendet, selbst die Fiat-Unterlagen sprechen hier fälschlicherweise von einem Luftmengenmesser. (Mag auch der Übersetzung geschuldet sein.)
Es gibt gelegentlich Probleme mit den Kontakten der Steckverbindung: Wenn man den Motor plötzlich nicht mehr über 4000 U/min bekommt, mal den Stecker abziehen und mit Kontaktspray behandeln. (Tip von Ivo)
Die barchetta verfügt nicht über eine Leuchtweitenregulierung, weder automatisch noch manuell.
Es geistert immer das Datum 1.1.1990 herum, ab dem jedes Fahrzeug sowas haben muss. Stimmt aber so nicht. Zuständig dafür ist die ECE-R48. Interessant sind hier die Seiten 39-42 und 120. Erfüllt das Fahrzeug die Vorschriften 6.2.6.1.1 und 6.2.6.1.2 dann benötigt es keine Leuchtweitenregulierung. Ansonsten ist eine LWR zwingend vorgeschrieben. Und da man die barchetta nicht so beladen darf, dass eine Regulierung nötig wäre, hat sich der Fall. Der Auf Seite 39 geforderte Aufkleber ist der mit dem Winkelsymbol bei den Scheinwerfern.
Der Witz ist nun, dass barchetta-Kollegen schon die TÜV-Plakette wegen fehlender Leuchtweitenregulierung verweigert wurde. Wenn Euch das passiert: Hinweis auf die ECE-R48 sollte genügen!
Um dem Motor im Leerlauf oder im Schiebebetrieb Luft zuzuführen,sodaß dieser nicht ausgeht, sitzt an der Drosselklappe ein Steuerventil, das diese umgeht.